Chemnitz Info


Stadtwappen Chemnitz  Geographische Lage  
Bundesland:  Sachsen 
Kreis:  kreisfreie Stadt 
Koordinaten:  50° 50' N, 12° 55' O  
Höhe:  267 - 523 m ü. NHN 
Fläche:  220,85 km² 
Einwohner (Stand 30.06.2007):   245 553  
Bevölkerungsdichte:  1.101 Einwohner je km² 
Postleitzahl:  09001-09247 
Vorwahl:  0371, 037200(Wittgensdorf), 037209(Einsiedel), 03722(Röhrsdorf), 03726(Euba)  
KFZ-Kennzeichen: 
Gemeindeschlüssel:  14 1 61 000 
Webpräsenz:  www.chemnitz.de  



Lage

Chemnitz (1953–1990: Karl-Marx-Stadt), ist eine Stadt im Westen des Freistaates Sachsen. Sie befindet sich im Erzgebirgsbecken, am Nordrand des Erzgebirges. Mit etwa 245.000 Einwohnern ist sie nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Bundeslandes. Chemnitz hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks.
Der Name „Chemnitz“ leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der die Stadt durchfließt. Dessen Name wiederum geht auf die slawische Bezeichnung Kamjenica (sorbisch: Steinbach; vgl. Kamenz) zurück.


Nachbargemeinden

Folgenden Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Chemnitz:

- im Landkreis Freiberg: Niederwiesa, Flöha und Augustusburg
- im Mittleren Erzgebirgskreis: Gornau/Erzgeb. und Amtsberg
- im Landkreis Stollberg: Burkhardtsdorf und Neukirchen/Erzgeb.
- im Landkreis Chemnitzer Land: Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal, Callenberg, Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna
- im Landkreis Mittweida: Hartmannsdorf, Burgstädt, Lichtenau und Frankenberg/Sa.


Geschichte

Im Jahre 1136 wurde bei Chemnitz durch König Lothar III. das Benediktinerkloster St. Marien gegründet, das 1143 das Marktrecht erhielt. In einiger Entfernung des Klosters wurde vermutlich nach 1170 durch den König in der Nähe einer Furt durch den Fluss Chemnitz eine stadtähnliche Siedlung gegründet, die schon bald darauf in die Aue verlegt wurde. Bis 1308 war Chemnitz freie Reichsstadt. Schon im Mittelalter war es ein Wirtschaftszentrum, insbesondere durch das im 14. Jahrhundert erhaltene Bleichprivileg.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde Chemnitz ein Standort der Industrie mit sehr großer Wirtschaftskraft, ab 1800 wurde die Spinnerei maschinell betrieben. Die Ursprünge gehen auf Johann Esche aus Limbach zurück. Daraufhin wuchs er rasch an, man bezeichnete ihn als „Sächsisches Manchester“, „Ruß-Chamtz“ oder auch als „Rußnitz“. Chemnitz wurde eine der bedeutendsten Industriestädte Deutschlands.
Chemnitz wurde schon früh Sitz eines Verwaltungsbezirks (Amtshauptmannschaft) innerhalb der Kreishauptmannschaft Zwickau des Staates Sachsen. Im Jahre 1874 schied die Stadt aus der Amtshauptmannschaft Chemnitz aus und wurde eine „exemte Stadt“, welche man später als kreisfreie Stadt bezeichnete. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft, aus welcher 1952 der Landkreis Chemnitz hervorging. 1900 wurde die Kreishauptmannschaft Chemnitz als Vorläufer des heutigen Regierungsbezirks Chemnitz gebildet. 1910 entstand die Amtshauptmannschaft Stollberg aus Teilen der Amtshauptmannschaft Chemnitz.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Chemnitz stark zerstört, vor allem bei den Bombardierungen am 5. März 1945 durch britische und US-amerikanische Einheiten. Nach Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 wurde Chemnitz Sitz eines Bezirks, der infolge der am 10. Mai 1953 auf Beschluss der DDR-Regierung erfolgten Umbenennung der Stadt Chemnitz in „Karl-Marx-Stadt“, zu Ehren von Karl Marx, ebenfalls in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde. Im Vorfeld des Beitritts Sachsens zur Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. April 1990 eine Volksabstimmung über den künftigen Namen der Stadt abgehalten. Dabei stimmten 76 % der Bürger für den alten Namen „Chemnitz“. Die offizielle Rückbenennung erfolgte am 1. Juni 1990, also noch vor dem formellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Nach Wiedererrichtung des Landes Sachsen 1990 wurde auch der Bezirk Chemnitz aufgelöst.
Im Rahmen der Kreisreform in Sachsen 1994 wurde der Landkreis Chemnitz aufgelöst. Ein Teil wurde mit den Landkreisen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau zum neuen Landkreis Chemnitzer Land zusammengeschlossen. Der andere Teil ging im Landkreis Mittweida auf, einige Gemeinden kamen auch zum Mittleren Erzgebirgskreis und zum Landkreis Stollberg. Chemnitz selbst blieb eine kreisfreie Stadt.
Mitte der 1990er Jahre begann die Bebauung der innerstädtischen Bauflächen um das Rathaus zu einem neuen Stadtkern. Zu dieser Bildung einer neuen Mitte wurde vor allem Einzelhandelsfläche im Bereich des Marktes angesiedelt.


Wirtschaft

Chemnitz stellt eines der beiden Oberzentren des Ballungsraums Chemnitz-Zwickau dar, welcher zu den bedeutendsten Wirtschaftsräumen der neuen Bundesländer gezählt wird. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 rund 6,3 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 25.100 Euro pro Einwohner bzw. 43.100 Euro je Erwerbstätigen.Die lokale und regionale Wirtschaftsstruktur ist vorrangig durch die Schwerindustrie mit den Branchen Fahrzeugbau, Maschinenbau und Metallverarbeitung geprägt. Aber auch die Solarindustrie hat Chemnitz als Produktionsstandort entdeckt. Die Stadt gehörte in den vergangenen Jahren zu den zehn wachstumsstärksten in Deutschland.
Die Arbeitslosenquote in Chemnitz lag im Juni 2007 bei 13,8%. In Chemnitz arbeiten rund 100.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die Stadt ist mit rund 46.000 Einpendlern täglich eine Einpendlerstadt. 16,3 Prozent der Beschäftigten in Chemnitz waren im Jahr 2005 hochqualifizierte Arbeitskräfte mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss; ein Wert mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.
Ansässige Unternehmen:
- Bechtle AG Chemnitz
- Braustolz GmbH
- Siemens AG Chemnitz
- Volkswagen Sachsen GmbH, Motorenfertigung Chemnitz
- WVD-Mediengruppe

Stadtentwicklung
Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der Umbenennung in Karl-Marx-Stadt wurde für die Stadt sehr ambitioniert versucht, ein Stadtzentrum zu errichten, das die klassischen Auffassungen vom Städtebau einer sozialistischen Stadt symbolisieren sollte. Dabei wurden die bisherigen Stadtgrundrisse in der Innenstadt zu Gunsten eines neu zu schaffenden Straßennetzes verworfen. Die Pläne wurden allerdings auf Grund des Mangels an Finanzen und eines Prioritätenwechsels zugunsten der Wohnraumschaffung nie komplett verwirklicht. In den 60er- und 70er-Jahren kam es zum großflächigen Aufbau von Wohngebieten in industrieller Plattenbauweise im Zentrum als auch in peripheren Lagen, wie das Fritz-Heckert-Gebiet, das Yorckgebiet oder auch das Beimlergebiet in Gablenz. Dagegen wurde die Altbausubstanz der Gründerzeit, welche vor allem in Kaßberg, Sonnenberg und Schloßchemnitz zu finden ist, wohl aus finanziellen als auch ideologischen Gründen vernachlässigt, woraufhin diese zunehmend verfiel.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands stand die Stadt Chemnitz vor mehreren schwierigen Aufgaben. Die Einwohnerzahlen, vor allem in den früher begehrten Plattenbaugebieten, gingen durch Abwanderung in die alten Bundesländer sowie in das Umland stark zurück; und noch immer hatte Chemnitz keine klassische Innenstadt, welche aber immer stärker zur politischen Forderung wurde. Diese Situation verschärfte sich mit der Errichtung großer Einkaufszentrum in der Stadtperipherie zu Beginn der 1990er-Jahre.
Damit handelte es sich um die einzige deutsche Großstadt, für die, ähnlich dem Wiederaufbau der direkten Nachkriegsjahre, erst seit 1990 ein Stadtzentrum geplant und realisiert werden musste, welches sich den Grundsätzen der „Europäischen Stadt“ verpflichtet fühlt. Planungen zur Wiedergewinnung einer verdichteten Innenstadt rund um das historische Rathaus führten 1991 zu einem städtebaulichen Wettbewerb. Dieser wurde seitens der Stadt international ausgeschrieben und mit Hilfe der Partnerstadt Düsseldorf durchgeführt. In seinen Dimensionen ist das bis dahin im Wesentlichen als Freifläche brachliegende Gelände an der Stelle der ehemaligen Innenstadt nur mit dem Bauvorhaben „Potsdamer Platz“ in Berlin vergleichbar. Zahlreiche international renommierte Architekten wie Hans Kollhoff und Helmut Jahn prägten so das Bild der neuen Innenstadt. Die Bebauung verzögerte sich jedoch und war rund um den historischen Neumarkt erst 2003 mit der Eröffnung des Modekaufhauses Peek&Cloppenburg vollendet. Nach wie vor sind zwei Baufelder des zur Bebauung vorgesehenen Chemnitzer Zentrums noch nicht bebaut.
Des Weiteren wurden zahlreiche Gründerzeit- und Jugendstilbauten in verschiedenen Stadtteilen größtenteils durch private Initiative saniert, weswegen Stadtteile wie Kaßberg, Schloßchemnitz ihre Einwohnerzahlen seit rund 15 Jahren stabil halten konnten. Die Nachfrage nach Wohnungen in solchen Stadtteilen ist trotz höheren Preisniveaus vor allem in der jüngeren und arbeitsfähigen Bevölkerung sehr stark. Der auch mit dem „Stadtumbau Ost“ verbundene Abriss von teilweise geschichtlich wertvollen Denkmälern aus der Gründerzeit zu Gunsten der Aufwertung von Plattenbaugebieten ist daher sehr umstritten. Auch fand, unterstützt durch den staatlich geförderten Eigenheimbau, seit Mitte der 1990er-Jahre eine starke Wanderungsbewegung in das Umland statt, wodurch aber auch eher ländlich geprägte Stadtgebiete wie Reichenhain und Adelsberg profitieren konnten.


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Infrastruktur

Autobahn
Chemnitz wird von zwei Autobahnen durchzogen. Durch das nordwestliche Stadtgebiet führt als Ost-West-Achse die A 4 Erfurt – Dresden, welche am Kreuz Chemnitz auf die von Hof über die westlich gelegenen Stadtteile kommende A 72 trifft. Die Weiterführung der A 72 nach Leipzig befindet sich in Bau und ist bisher über eine Länge von ca. 11 km bis zur Anschlussstelle Niederfrohna freigegeben. Im Chemnitzer Stadtgebiet gibt es acht Anschlussstellen zu den beiden Autobahnen.
Die geplante Bundesautobahn 74 zwischen Chemnitz und Komotau über Zschopau, Marienberg und Hirtstein wurde bereits im Planungsstadium zurückgesetzt. Ein vierstreifiges Teilstück der B174 zwischen Stadtgrenze Chemnitz und Zschopau lässt die ehemals geplante A74 gut erahnen.

Bundesstraßen
Ferner führen die Bundesstraßen B 95, B 107, B 169, B 173 und B 174 durch das Chemnitzer Stadtgebiet.
Sämtliche Bundesstraßen bilden den südöstlichen Teil des sogenannten Cityrings, welcher das Stadtzentrum vollständig umschließt. Um die Innenstadt vom ortsfremden Durchgangsverkehr zu entlasten, soll der bereits vorhandene Cityring, durch einen vorgelagerten und in Teilen bereits existierenden Innenstadtring ergänzt werden. Zudem wird mit der Erweiterung des Südrings in nordöstlicher bzw. nordwestlicher Richtung, dieser in seiner Bedeutung als Tangentialverbindung gestärkt, so dass in Zukunft der Transitverkehr aus Richtung Erzgebirge über diese Verbindung zu der im Norden befindlichen Autobahn A4 geführt werden kann. Eine indirekte Verbindung mit der westlich der Stadt liegenden A72 ist bereits vorhanden.
Die Idee von zwei Stadtringen um das historische Zentrum wurde bereits im frühen 20. Jahrhundert geboren. Bis heute konnte keiner der beiden Ringe komplett verwirklicht werden. Es existiert jedoch bereits ein Teilstück des so genannten Innenstadtrings im Bereich zwischen Zschopauer- und Zwickauer Straße, sowie ein größerer Teil des außeren Stadtringes, dem Südring weiter stadtauswärts.

Eisenbahn
Seit der Fertigstellung der Chemnitz-Riesaer Eisenbahn 1852 ist die Stadt über Riesa mit der Eisenbahn an die beiden anderen sächsischen Großstädte Leipzig und Dresden angeschlossen. 1858 folgte die Erweiterung der Bahnstrecke nach Zwickau, hinzu kamen in der Folgezeit weitere Bahnstrecken nach Annaberg 1866, nach Dresden und Hainichen 1869, nach Leipzig und Limbach 1872, nach Aue und nach Marienberg/Reitzenhain 1875, nach Stollberg 1895 und 1902 nach Wechselburg und Rochlitz. 1903 folgte die für den Güterbahnverkehr bestimmte Güterumgehungsbahn nach Grüna. Die Strecke nach Leipzig wurde in den vergangenen Jahren für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut.
Heute verkehren nach Dresden und Zwickau Regionalbahnen im Stundentakt, darüberhinaus bedienen ausgehend von Dresden Regionalexpresse und Interregioexpresse die Sachsenmagistrale bis Hof bzw. Nürnberg. Interregioexpresse verknüpfen Chemnitz über die Mitte-Deutschland-Verbindung mit Erfurt und Göttingen. Stündlich stellen Regionalexpresse die Verbindung zum nationalen Knoten Leipzig Hbf. sicher. Auf den Strecken in Richtung Vejprty und Neuhausen über Flöha sowie nach Aue verkehren Regionalbahnen der Erzgebirgsbahn; der Anschluss nach Annaberg-Buchholz ist durch günstige Umsteigezeiten gesichert. Die Strecken nach Stollberg, Burgstädt und Hainichen werden durch die City-Bahn Chemnitz befahren. Täglich stellt die Vogtlandbahn eine Verbindung zwischen Berlin und Chemnitz her. Die Strecken nach Grüna/Wüstenbrand und Limbach-Oberfrohna werden weder für Personen- noch für Güterverkehr in Anspruch genommen.
Gemessen an seiner Stadtgröße ist Chemnitz jedoch sehr schlecht an nationale Bahnverbindungen angebunden. Seit Dezember 2006 gehört Chemnitz zu den größten deutschen Städten ohne Fernverkehr der Deutschen Bahn. Direktverbindungen zu anderen Großstädten gibt es lediglich mit Dresden, Leipzig, Nürnberg, Gera, Jena, Erfurt, Göttingen und Berlin.
Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es durch diese Umstände Diskussionen in der Stadt, welche die politisch Verantwortlichen auffordern, sich um eine Verbesserung der Anbindung zu bemühen. Diesen negativen Umstand wollte die Deutsche Bahn mit dem am 11. Dezember 2005 in Betrieb gesetzten Chemnitz-Leipzig-Express (CLEX) und der Kampagne „Start-Ziel-Sieg: 59 Minuten von Chemnitz nach Leipzig“ beheben, jedoch ist die Bahnstrecke teilweise eingleisig und zudem unelektrifiziert. Auch im Eisenbahngüterverkehr ist Chemnitz nach Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf kein Eisenbahnknoten mehr.

Öffentlicher Personennahverkehr
Den innenstädtischen öffentlichen Personennahverkehr bedienen fünf Straßenbahnlinien, 27 Stadtbuslinien der Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft (CVAG) und 27 Regionalbuslinien. Des Weiteren führt eine Stadtbahnlinie vom Stadtzentrum nach Stollberg, dabei befahren die Niederflurfahrzeuge sowohl das Straßenbahn- als auch das Eisenbahnnetz. In den Nächten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen verkehren jeweils zwei Nachtbus- und Nachtstraßenbahnlinien und eine Stadtbahnlinie. Die Stadt Chemnitz ist in den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) eingebunden. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können daher zu einheitlichen Tarifen des VMS benutzt werden.
Das Streckennetz der Straßenbahn ist verhältnismäßig klein und bedient hauptsächlich Stadtteile im südlichen Stadtgebiet, da Strecken in nördlichen Stadtteilen im Rahmen eines Umspurungsprogrammes (von 925 mm auf 1435 mm) bis Ende der 1980er Jahre stillgelegt und aus finanziellen Gründen nicht wieder reaktiviert wurden. Ab 2010 soll das Straßenbahnnetz auch im Hinblick auf eine Stadtbahnverbindung nach Limbach-Oberfrohna in Richtung Norden erweitert werden. Die fünf Straßenbahnlinien tragen einstellige Liniennummern, dagegen die Stadtbusse wie die Nachtbusse die zweistellige Kennnummern. Sämtliche Stadtbuslinien werden durch behindertenfreundliche Niederflurbusse bedient, die mit einer elektronischen Luftfederung ausgestattet sind. Rund die Hälfte aller eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge sind niederflurig, die Linien 6 (früh am Morgen und am Abend verkehren keine Niederflurbahnen) und 522 haben nur Niederflurbahnen.
Zusätzlich zum rein städtischen Nahverkehr werden im Stadtgebiet 27 Regionalbuslinien (betrieben von Autobus GmbH Sachsen, REGIOBUS GmbH Mittweida, BVO Verkehrsbetriebe Erzgebirge GmbH, Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH und Reisedienst Dörfelt OHG) bedient. Darunter sind zwei Expressbuslinien, zwei Regionalstadtbahnlinien der City-Bahn Chemnitz und zahlreiche Regionalexpress- und Regionalbahnlinien der Deutschen Bahn AG. Die Regionalbuslinien haben eine dreistellige Nummerierung, die Regionalstadtbahnlinien der City-Bahn Chemnitz nach Burgstädt und Hainichen tragen die jeweilige Kursbuchstreckennummer. Die drei wichtigsten Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sind Zentralhaltestelle mit fünf Straßenbahn-, einer Stadtbahn- und 15 Stadtbuslinien, Omnibusbahnhof als Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB) für den Regional- und Fernbusverkehr und Hauptbahnhof, Knotenpunkt der 19 im Stadtgebiet liegenden Bahnhöfe als zentraler Umsteigepunkt zum Schienenverkehr.
Voraussichtlich ab 30. März 2008 soll ein völlig neu strukturiertes Bus- und Straßenbahnnetz der CVAG gelten. Verbunden mit einem neuen Nummernschema sollen vor allem Buslinien dem Bedarf entsprechend neu gestaltet, verstärkt, geschwächt oder abgeschafft werden. Dabei sollen auch die Takte vereinheitlicht und somit leichter zu merken sein. Das Nachtnetz soll mit acht neuen Linien auf alle Tage der Woche ausgeweitet werden.
Des Weiteren ist geplant, bis 2009 im Rahmen des „Chemnitzer Modells“ die Regionalstadtbahnlinien nach Burgstädt und nach Mittweida mit neu zu schaffenden Zwei-System-Fahrzeugen in Niederflurbauweise über das Straßenbahnnetz in die Chemnitzer Innenstadt zu verlängern. Dabei soll ab 2007 eine Durchfahrt im Hauptbahnhof geschaffen werden, um dort Gleisverbindungen zwischen dem Straßenbahn- und Eisenbahnnetz herzustellen. Vorbereitende Baumaßnahmen für Abschnitte der Straßenbahn zwischen Hauptbahnhof und Stadtzentrum sind bereits erfolgt. Darüber hinaus ist in einer zweiten Stufe eine Verbindung nach Hainichen angedacht. Ferner ist eine Erweiterung auf die Eisenbahnstrecken ins Erzgebirge, Richtung Dresden und Zwickau denkbar.


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Flugverkehr
Südlich von Chemnitz befindet sich der Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf. Dieser Verkehrslandeplatz wird zur Zeit ausgebaut. In der Endausbaustufe wird er über eine 1400 m lange und 20 m breite Start- und Landebahn verfügen (Oberbau: Asphalt). Des Weiteren verfügt er dann über ein Terminal mit aufgesetztem Tower, einer Tankstelle sowie einem Hangar. Auch neu ist die Befeuerung der Start- und Landebahn und der Rollwege inklusive Anflugblitz (Anflugrichtung) und PAPI (Gleitwinkel). Damit ist der Anflug auch bei schlechtem Wetter und in der Nacht möglich, jedoch nur für den Sichtflug. Perspektivisch ist ein weiterer Ausbau denkbar, allerdings nur wenn eine Wirtschaftlichkeit hierfür vorliegt.
Beim Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf handelt es sich nicht um den ersten Chemnitzer Flughafen. Das Gebäude des ehemaligen Flughafens Chemnitz (auch „Ikarus“ genannt) an der Stollberger Straße aus der Anfangszeit der Luftfahrt in Deutschland ist noch erhalten und liegt heute inmitten des Wohngebietes „Fritz Heckert“ im Südwesten von Chemnitz.
Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind der Flughafen Dresden (80 km) und der Flughafen Leipzig-Halle (90 km). Außerdem gibt es über den etwa 50 km entfernten Regionalflughafen Altenburg-Nobitz einen durch Ryanair durchgeführten Linienverkehr nach London und seit März 2007 nach Girona. Es gibt jedoch zu keinem der Flughäfen einen speziell dafür eingerichteten Zubringerdienst.


Politik

Im Jahre 1298 ist für Chemnitz bereits ein Bürgermeister und ein Rat bezeugt, die beide an der Spitze der Stadtverwaltung standen.
Im 14. Jahrhundert hatte der Rat mit dem Bürgermeister insgesamt zwölf Mitglieder. Ab 1415 gab es drei Räte, der „alte Rat“ (vom Vorjahr), der „neue Rat“ und der „ruhende Rat“, wobei der alte und neue Rat zusammen den „voll sitzenden Rat“ ergaben. Ihm stand der Bürgermeister vor. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es nur noch ein Ratskollegium. 1831 wurde eine neue Städteordnung eingeführt. Danach wählten die Bürger ihre Vertretung, die ihrerseits den Bürgermeister und die besoldeten Stadträte wählte. Mit dem Ausscheiden der Stadt Chemnitz aus der Amtshauptmannschaft 1874 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Bekannte Bürgermeister aus der Zeit vor 1874 waren Ulrich Schütz (um 1490), Georgius Agricola (1546, 1547, 1551 und 1553), Paul Neefe (1556), Caspar Deulich (bis 1613), Atlas Crusius (1663-1675), Daniel Wagner (um 1713), Dr. Gotthold Leberecht Sachse (um 1798), Christian Friedrich Wehner (1831-1846) sowie Johannes Friedrich Müller (1848-1873).
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die sowjetische Besatzungsmacht den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung ein. In der DDR fanden Wahlen statt, bei denen es oft nur eine Möglichkeit gab zu wählen. Es wurde starker direkter und indirekter Druck auf nicht linienkonforme Teile der Bevölkerung ausgeübt, die Wahlen waren nicht frei und unabhängig.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium, wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender (ab 1990 Reinhold Breede, CDU). Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.
Seit 2006 ist Barbara Ludwig (SPD) Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke
Bekanntestes Wahrzeichen der Stadt ist das 1971 eingeweihte Karl-Marx-Monument des russischen Künstlers Lew Kerbel. Es war bei Festtagen der DDR Kulisse für Festzüge und andere Massenveranstaltungen gewesen. Zu DDR-Zeiten diente das dahinterliegende Gebäude der Karl-Marx-Allee 10/12 (heute Brückenstraße) dem Rat des Bezirks und der SED-Bezirksleitung als Dienstsitz. Am Haus Nr. 10 ist eine Wandtafel mit dem Ausspruch „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ aus dem Kommunistischen Manifest in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache eingelassen. Der Chemnitzer Volksmund bezeichnet das Denkmal auch als Nischel (sächsischer Dialekt für Kopf) .
Der Rote Turm ist das wohl auffälligste Denkmal aus der mittelalterlichen Geschichte von Chemnitz. Sein Unterteil aus Bruchstein stammt vermutlich noch aus dem späten 12. oder dem beginnenden 13. Jahrhundert. Bei systematischen Untersuchungen 1957/58 wurde festgestellt, dass die Stadtmauer jünger ist als der Turm und an diesen anbindet. 1555 wurde das Obergeschoss aus Backstein mit gotischer Verblendarchitektur aufgesetzt. Der Turm diente lange Zeit als Stadtfronfeste, 1957/58 wurde er wiederaufgebaut und als Museum eingerichtet.
Der Theaterplatz stellt ein innerstädtisches Architekturensemble dar, welches die architektonische Prägung von Chemnitz vor 1945 andeutet. Linkerhand befindet sich das 1909 vom Architekten Richard Möbius errichtete König-Albert-Museum mit den Kunstsammlungen, rechterhand steht die Petrikirche, ein neugotischer Sandsteinbau, der von Hans Enger entworfen und 1888 geweiht wurde. Zwischen beiden Gebäuden schließt das Opernhaus den modern gestalteten Platz ab.
Markanter Orientierungspunkt der Chemnitzer Innenstadt ist das Doppelrathaus, bestehend aus dem Alten und Neuen Rathaus. Das spätgotische Alte Rathaus entstand 1496–98 an der Stelle hölzerner Vorgängerbauten und wurde später mehrfach umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg ist es bis auf die Gewölbe im ersten Obergeschoss ausgebrannt und wurde beim Wiederaufbau um ein Geschoss erhöht. An der Frontseite des Rathausturms befindet sich das Judith-Lucretia-Portal von 1559, welches vor der Zerstörung seitlich angebracht war. Zu dem Komplex des Rathauses gehört der ältere Hohe Turm, der wahrscheinlich Teil einer innerstädtischen Eigenbefestigung aus der Zeit um 1200 war. In der Nacht vom 3. zum 4. Februar 1946 ist der Turm eingestürzt. Die Ruine wurde zunächst gesprengt, der Turm später jedoch wiederaufgebaut. Das Neue Rathaus wurde zwischen 1908 und 1911 nach einem Entwurf des Stadtbaurates Möbius errichtet. Das Portal aus dem Ende des 14. Jahrhunderts stammt von der damals abgebrochenen Alten Lateinschule.
Die Stadtkirche St. Jakobi ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich im Stadtzentrum direkt hinter dem Alten Rathaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark zerstört, der Wiederaufbau ist bis heute noch nicht abgeschlossen.
Am Markt steht das Siegertsche Haus mit einer prachtvollen Barockfassade. Es entstand in den Jahren von 1737 bis 1741 nach den Plänen von Johann Christoph von Naumann. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb nur die mittlere Barockfassade erhalten und wurde 1953/54 wiederaufgebaut.
Ein Rest des ehemaligen Benediktinerklosters ist die Schlosskirche auf dem Schlossberg, eine spätgotische Hallenkirche und Nachfolger einer romanischen Basilika von 1136. Die Schlosskirche wird als Gründungsort der heutigen Stadt Chemnitz angenommen. Ihr schließt sich das Schlossbergmuseum an.
Zu den bedeutendsten Villen in Chemnitz zählen die zwischen 1903 und 1911 in Jugendstilarchitektur errichtete Villa Esche sowie die Villa Koerner aus dem Jahr 1914. Beide entstanden nach den Plänen des Architekten Henry van de Velde. Die Villa Esche ist das erste Wohnhaus in Deutschland, welches van de Velde baute.

Bühnen
Bereits 1838 gründete sich das erste Chemnitzer Theater, im Jahre 1909 entstand das Chemnitzer Opernhaus unter dem Namen Neues Stadttheater am Theaterplatz. 1913 feierte an dieser Bühne Richard Tauber sein Debüt. Die Oper wurde nach ihrer Zerstörung 1945 bis 1951 wiederaufgebaut und bis 1992 saniert. Das Opernhaus ist heute Spielstätte für Opern, Operetten, Ballett und Musicals und brachte Chemnitz in Kulturkreisen auf Grund ihrer aufwändigen Inszenierungen von Richard Wagner den Beinamen „Sächsisches Bayreuth“ ein. Heute betreibt die Städtisches Theater Chemnitz GmbH unter dem Markennamen Die Theater Chemnitz neben dem Opernhaus die weiteren Spielstätten Schauspielhaus Chemnitz und das Figurentheater. Des Weiteren ist auch die Robert-Schumann-Philharmonie für seine Konzerte regional bekannt.
Die Stadthalle Chemnitz bietet mehrere Säle zu unterschiedlichsten Veranstaltungsarten. Bekanntheit erlangte dieser Veranstaltungsort vor allem für seine regelmäßig ausverkauften Volksmusikkonzerte. Die Stadt beherbergt zwei Kabarette in direkter Nachbarschaft im sogenannten Markthallenviertel: „Das Chemnitzer Kabarett“, früher als „1. Chemnitzer Kabarett“ bekannt, und die Kabarett Kiste – Kabarett „Sachsenmeyer & Co“. Private Spielstätten des Kleinkunsttheaters sind das Arme Theater mit V.E.B. (Vereinseigene Bühne), das FRESSTheater und das Fata Morgana.

Museen
Verbunden mit den Bemühungen um eine Verbesserung der Außenwirkung Chemnitz' seit den 1990er-Jahren ist auch eine Profilierung als Kunst- und Kulturzentrum zu beobachten. Die Entwicklung einer musealen Landschaft in Chemnitz ist derzeit noch im Gange. Dabei soll Chemnitz' Charakter als Industriestadt gewahrt werden. Als ein wichtiger Markstein dieser Entwicklung wird das neue Industriemuseum Chemnitz gewertet, welches umfangreiche Sammlung der sächsischen Industriegeschichte umfasst. Zeugen dieser industriellen Entwicklung sind ebenfalls das Sächsische Eisenbahnmuseum und das Museum für sächsische Fahrzeuge.
Weiterhin stellen die Kunstsammlungen Chemnitz im König-Albert-Museum eine umfangreiche Bildersammlung mit Schwerpunkt auf den Impressionismus und Expressionismus aus und ergänzen dieses Angebot mit zum Teil vielbeachteten Sonderausstellungen. Daneben ist als eine wichtige kulturelle und museale Einrichtung das Kulturkaufhaus „DAStietz“ zu nennen, welches Ausstellungsstücke zeitgenössischer Kunst in der Neuen Sächsischen Galerie und das Museum für Naturkunde beherbergt. Die Prägung der Stadt durch den Jugendstil wird durch das Henry-van-de-Velde-Museum in der Villa Esche deutlich, wo vor allem Exponate des belgischen Architekten und Designers Henry van de Velde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Das Museum für Stadtgeschichte ist im Schlossbergmuseum integriert. Die Räumlichkeiten dieses Museums werden auch für zahlreiche Ausstellungen zu historischen Themen genutzt. Die Burg Rabenstein erzählt durch verschiedene Ausstellungen von der Geschichte der kleinsten in Sachsen erhaltenen Burganlage.
Das ehemalige Kaufhaus Schocken wird zum Archäologischen Landesmuseum umgebaut
Überdies sind kleinere zahlreiche Spezialmuseen im Stadtgebiet angesiedelt, beispielsweise das Deutsche Spielemuseum, das Ebersdorfer Schulmuseum, das Straßenbahnmuseum Kappel, die Medizinhistorischen Sammlungen des Klinikum Chemnitz gGmbH sowie das Kulturgeschichtliche Spezialmuseum für Militärgeschichte und der Museumsspeicher Ebersdorf.
Die Entwicklung Chemnitz' als Museumsstandort wird kontinuierlich fortgeführt. Ab Herbst 2007 sollen die Bildersammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst des Münchener Galeristen Alfred Gunzenhauser in einem eigens dafür eingerichtetem Gebäude, dem Museum Gunzenhauser, präsentiert werden. Des Weiteren wird die Stadt Chemnitz ab dem Jahr 2010 das Haus der Archäologie im ehemaligen Kaufhaus Schocken beherbergen, um dem Besucher umfassende Informationen über die archäologische und kulturgeschichtliche Entwicklung Sachsens zu vermitteln.


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Medien

Presse
Im Regierungsbezirk Chemnitz erscheint als Tageszeitung die „Freie Presse“. Sie ist mit einer verkauften Auflage im zweiten Quartal 2006 von 323.000 Exemplaren pro Werktag (Quelle: IVW) nach eigener Aussage die auflagenstärkste regionale Tageszeitung Deutschlands. Des Weiteren erscheint in der Stadt die Chemnitzer Morgenpost (verkaufte Auflage II/2006: 30.000 Exemplare) von Gruner + Jahr als Lokalausgabe der Morgenpost Sachsen. Sie gibt es mit einer eigenen Ausgabe auch am Sonntag („Morgenpost am Sonntag“). Die bundesweit erscheinende Bild-Zeitung bedient mit einer Redaktion in Chemnitz die Region, verkaufte Auflage: 52.000 Stück. Die monatlich erscheinenden Stadtmagazine „371“ und „Stadtstreicher“ enthalten u. a. einen Veranstaltungsplaner für Chemnitz, Zwickau und deren Großraum.
Weiterhin werden in Chemnitz noch mittwochs die kostenlosen Anzeigenblätter „Wochenspiegel“ und „Blick“ und samstags der „Blitzpunkt“ verteilt. Das Anzeigenblatt „Blick“ erscheint zudem sonntags als „Sonntagsblick“.

Radio
Seit dem 23. Mai 1993 ist der Radiosender CHEMNITZ 102.1 terrestrisch über die namensgebende Frequenz 102,1 MHz in der Region Chemnitz zu empfangen. Ebenso kann man terrestrisch auf 102,7 MHz Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr das „Radio UNiCC“ – das Uniradio der TU Chemnitz – sowie von 19 bis 23 Uhr (Sa. und So. von 12 bis 24 Uhr) das Chemnitzer Bürgerradio Radio T empfangen. Auf der gleichen Frequenz sendet aus dem Medienhaus Chemnitz das sächsische apollo radio. Einer der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (kurz: SAEK) ist in Chemnitz ansässig und produziert ein Hörfunkprogamm, das im ewt/RFC-Kabel täglich auf 90,5 MHz sendet – daneben gibt es einen Livestream im Internet. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet auf der Frequenz 92,8 MHz im Programm MDR 1 Radio Sachsen mehrfach am Tag aus seinem Chemnitzer Studio. Der private Hörfunkkanal Radio PSR (100,0 MHz) hatte ab 1992 ein Regionalstudio in Chemnitz, das später geschlossen wurde. Regionale Informationen aus Chemnitz und der Umgebung gibt es zudem im Programm von Radio Energy (97,5 MHz), welches hier seit dem 21. Juni 1993 sendet und zunächst ein Regionalstudio am Rosenhof und später in der Schulstraße (Europark) unterhielt.

Fernsehen
In der Region Chemnitz ist über Kabel und Antenne der Fernsehsender Sachsen Fernsehen zu empfangen, der von der 09111 Studio Chemnitz GmbH & Co. KG produziert wird. Zunächst begann dieser Regionalsender am 4. Oktober 1993 mit der erst viertel-, dann halbstündigen Sendung Drehscheibe Chemnitz, die als werktägliches Regionalfenster das analog auf dem terrestrischen Kanal 45 ausgestrahlte VOX von 17:30 bis 18:00 Uhr unterbrach. Die Wiederholung erfolgte von 18:00 bis 18:30 Uhr, ebenso werktäglich, auf Kanal 47, auf dem das Programm von RTL ausgestrahlt wurde. Seit Juli 1999 ist Sachsen Fernsehen ganztägig auf dem bisher von RTL genutzten terrestrischen Kanal zu sehen. Weitere Lizenznehmer sind Leipzig und Dresden Fernsehen.
Der SAEK (s. o.) betreibt in Chemnitz auch einen Fernsehbereich, bei dem sich junge Fernsehmacher ausprobieren können. Dafür stellt Sachsen Fernsehen sonntags ein Programmfenster bereit.
Daneben gab es 1995/96 mit MIG Chemnitz TV ein weiteres Regionalprogramm, welches hauptsächlich analog im Kabelnetz der RFC ausgestrahlt wurde. Außer einer Bildschirmzeitung wurde ein täglich wiederholtes wöchentliches Regionalmagazin gezeigt.


Quellen : www.wikipedia.de


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