Frankfurt Info


Stadtwappen Frankfurt   Geographische Lage  
Bundesland:  Hessen 
Regierungsbezirk:  Darmstadt 
Kreis:  Kreisfreie Stadt 
Fläche  248,31 km² 
Geografische Lage:  50° 07′ N, 8° 41′ O 
Einwohner:   667.468
(Stand: 31. Dezember 2007) 
Bevölkerungsdichte:  2.688 Einwohner je km² 
Postleitzahlen:   60001–60599 (alt: 6000)
65901–65936 (alt: 6230) 
Vorwahlen:   069
06101 (Harheim, Nieder-Erlenbach)
06109 (Bergen-Enkheim) 
KFZ-Kennzeichen: 
Gemeindeschlüssel:  06 4 12 000 
Webpräsenz:  www.frankfurt.de  


Quelle: www.wikipedia.de


Allgemein

Frankfurt am Main ist mit über 667.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Deutschlands.

Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt zu den bedeutendsten urbanen Zentren Deutschlands. 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit dem Hochmittelalter Freie Reichsstadt und bis 1806 Wahl- und Krönungsstadt der römisch-deutschen Kaiser. Von 1816 bis 1866 war Frankfurt Sitz des Deutschen Bundes und 1848/49 des ersten frei gewählten deutschen Parlaments.

Heute ist Frankfurt ein bedeutendes europäisches Finanz- und Messezentrum. Die Stadt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Frankfurter Messe. Durch ihre zentrale Lage gehört sie mit dem Frankfurter Flughafen, dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Kreuz zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten Europas.

1875 zählte Frankfurt erstmals über 100.000, 1928 zum ersten Mal mehr als 500.000 Einwohner. In der engeren Stadtregion leben heute etwa 1,8 Millionen, im gesamten Rhein-Main-Gebiet 5,8 Millionen Einwohner. Frankfurt ist damit das Zentrum der nach dem Ballungsraum Rhein-Ruhr zweitgrößten deutschen Metropolregion.

Eine Besonderheit Frankfurts ist seine Skyline, deren Wolkenkratzer zu den höchsten Gebäuden Europas gehören.


Geografische Lage

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212 m ü. NN. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 m ü. NN. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.


Nachbargemeinden und Kreise

Frankfurt grenzt im Westen an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg vor der Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Friedberg, Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Stadt Maintal), im Südosten an die Stadt Offenbach am Main, im Süden an den Landkreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach).


Stadtteile und Bezirke

Die Stadt ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Ortsteil ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Stadt in der Gründerzeit. Andere wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisher anderen Stadtteilen angehörten, wie beispielsweise Dornbusch und Frankfurter Berg.

Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweils einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden haben.


Altstadt und Innenstadt

Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden „modernen“ Wiederaufbau, dem die Stadt ein „autogerechtes“ Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig geblieben, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden Straßendurchbrüche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere abgerissen (Judengasse). Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. Die Grenzen des Stadtviertels Frankfurt-Altstadt entsprechen dem Verlauf der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der so genannten Staufenmauer. Dies entspricht etwa den Straßenzügen Neue Mainzer Straße-Kaiserstraße-Roßmarkt-Zeil-Kurt-Schumacher-Straße. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.

Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ 2005 im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürfen. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.

Die radikalste bauliche Veränderung vollzieht Frankfurt im Moment an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht derzeit auf dem ehemaligen Gelände der Telekom zwischen dem Eschenheimer Tor und der Zeil ein exklusives Einkaufszentrum, zwei Hochhäuser mit Büro- und Hotelnutzung sowie die Rekonstruktion des Palais Thurn und Taxis (erbaut 1727–1741, zerstört 1944) in einem dem Original ähnlichen Zustand. Für das PalaisQuartier genannte Projekt wurde u.a. das Fernmeldehochhaus, eines der ersten Frankfurter Hochhäuser aus dem Jahr 1956, abgerissen. Die Fertigstellung des Gebäudeensembles ist für Herbst 2009 geplant. Auf dem direkt nördlich angrenzenden Grundstück wurde das 1953 errichtete Rundschau-Haus der Frankfurter Rundschau abgerissen um Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Das gesamte 2,25 Hektar große Areal wird vom niederländischen Projektentwickler Bouwfonds MAB bis 2010 neu bebaut.



Geschichte

Frankfurt am Main wurde erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: „… actum super fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ – „gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt.“ Eine kontinuierliche Besiedlung des Domhügels ist allerdings schon seit jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.

Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.

1806 mit dem Ende des Alten Reiches fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Gebieten von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.

Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Friedrich Maximilian von Günderrode unterstellt.

Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Annexion Frankfurts, doch beschloss der Kongress am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit neben Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Staaten zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Meinung stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obwohl es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Stadt von der preußischen Rheinarmee besetzt und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihren Status als unabhängiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Zahlung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden offiziell beendet.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Annexion vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nächsten Jahrzehnte zahlreiche umliegende Orte ein und verdoppelte seine Fläche gegenüber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich sogar Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.


In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 11.134 Juden aus Frankfurt deportiert und ermordet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe etwa 70% der Gebäude, darunter fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild – in dieser Form bereits damals einzigartig für eine deutsche Großstadt – ging dadurch verloren, da der Wiederaufbau in den fünfziger Jahren sich nicht an den alten Strukturen orientierte. Weite Teile der einstigen Altstadt werden bis heute von den damals entstandenen nüchternen Zweckbauten und Verkehrsachsen geprägt.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Militärregierung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn.[9] Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden. Es beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1998 Sitz der Europäischen Zentralbank.


Politik

Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen heute den konstitutionellen Aufbau der Stadt.

Frankfurt wird zur Zeit von einer Koalition aus CDU, FDP und Grünen unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert.

Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind unter anderem der bevorstehende Ausbau des Frankfurter Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan.

Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) in den Bundestag ein.



Quellen : www.wikipedia.de


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