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Wappen von Kiel Deutschlandkarte, Position von Kiel hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Kreisfreie Stadt
Koordinaten: Koordinaten: 54° 20′ N, 10° 8′ O54° 20′ N, 10° 8′ O
Höhe: 5 m ü. NN
Fläche: 118,6 km²
Einwohner: 232.340 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 1959 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24103–24159 (alt: 2300)
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: KI
Gemeindeschlüssel: 01 0 02 000
DEFO2
DE KEL
Stadtgliederung: 18 Ortsbezirke mit 30 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fleethörn 9
24103 Kiel
Webpräsenz: www.kiel.de
   

Die Landeshauptstadt Kiel ist eine kreisfreie Stadt im Osten des Landes an der Ostsee. Sie ist die größte Stadt und neben Lübeck, Flensburg und Neumünster ein Oberzentrum des Bundeslandes. Ferner ist Kiel eine traditionsreiche Universitätsstadt mit starkem maritimen Bezug in den Bereichen Marine, Schiffbau, Segeln und Meeresforschung. Die nächstgelegene größere Stadt ist die Freie und Hansestadt Hamburg, etwa 90 km südlich.

Die Einwohnerzahl der Stadt Kiel, des historischen Hauptortes von Holstein, überschritt im Zuge des Ausbaus als Reichskriegshafen um das Jahr 1900 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bereits 1910 hatte die Stadt über 200.000 Einwohner.

Lage

Kiel, Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, ist eine Hafenstadt mit einer überaus reizvollen Umgebung (Holsteinische Schweiz). Autofahrer erreichen Kiel von Süden über die Autobahn
A 7/A 215, B 404 und B 76, von Westen über die A 210 und B 202. Der Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel ist in weniger als 1 Stunde zu erreichen. Regionalflughafen Kiel-Holtenau mit täglichen Direktverbindungen nach Berlin, Frankfurt/M. und Köln. Bundesbahn. Regelmäßige Schiffsliniendienste mit Autobeförderung verbinden Kiel mit Dänemark, Norwegen, Schweden und Rußland.

Geographie

Kiel ist einer der wichtigsten Naturhäfen an der Ostsee und liegt zu beiden
Seiten der Kieler Förde. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee
und Ostsee. So berührt ebenso wie die Schwentine der Fluss Eider, der in die
Nordsee mündet, Kieler Stadtgebiet, außerdem endet der Nord-Ostsee-Kanal im
Stadtteil Kiel-Holtenau. Die Umgebung Kiels ist von Moränenhügeln geprägt und
geht im Osten der Stadt direkt in die Holsteinische Schweiz über.

Kiel ist einer der wichtigsten Naturhäfen an der Ostsee und liegt zu beiden Seiten der Kieler Förde. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee. So berührt ebenso wie die Schwentine der Fluss Eider, der in die Nordsee mündet, Kieler Stadtgebiet, außerdem endet der Nord-Ostsee-Kanal im Stadtteil Kiel-Holtenau. Die Umgebung Kiels ist von Moränenhügeln geprägt und geht im Osten der Stadt direkt in die Holsteinische Schweiz über.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Kiel (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, an der Ostküste der Kieler Förde, genannt):

Kreis Plön: Mönkeberg und Schönkirchen (Amt Schrevenborn), Klausdorf und Raisdorf (amtsfreie Gemeinden) sowie Pohnsdorf, Honigsee und Boksee (alle Amt Preetz-Land)
Kreis Rendsburg-Eckernförde: Flintbek (Amt Flintbek), Molfsee und Mielkendorf (Amt Molfsee), Melsdorf und Ottendorf (Amt Achterwehr), Kronshagen (amtsfreie Gemeinde), Neuwittenbek und Felm (Amt Dänischer Wohld), Altenholz (amtsfreie Gemeinde), Dänischenhagen (Amt Dänischenhagen) und Strande (Amt Dänischenhagen)
 

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Kiels ist in 30 Stadtteile eingeteilt. Meistens bilden ein oder mehrere Stadtteile zusammen einen der insgesamt 18 Ortsbezirke mit je einem Ortsbeirat. Diese Gremien werden von der Ratsversammlung (Gemeinderat) der Gesamtstadt nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt und sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Sie können auch Anträge, die den Stadtteil betreffen, an die Ratsversammlung stellen, damit diese dort beraten bzw. beschlossen werden.

Die Ortsbezirke mit ihren zugehörten Stadtteilen und deren amtlicher Nummer:

Geschichte

Kiel als Landeshauptstadt

* 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, gehörte Kiel zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete in Kiel ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und dem Baltikum.
* 1946 wurde Kiel Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein,
* 1972 Kiel wird zum zweiten Mal Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe, diesmal im Stadtteil Schilksee
* 1975 wird der Kieler Umschlag als modernes Volksfest wiederbelebt
* 1982 feiert die Kieler Woche ihr hundertjähriges Bestehen
* 1985 Einstellung der Straßenbahn
* 1992 750 Jahre Stadt Kiel
* 1994 Die 100. Kieler Woche wird veranstaltet (in den Kriegsjahren von 1915 bis 1919 und 1940 bis 1946 fanden keine Kieler Wochen statt)
* 1995 Hundertjähriger Geburtstag des Nord-Ostsee-Kanals
* 1997 Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Oberbürgermeister (Norbert Gansel, SPD) direkt gewählt

Wirtschaft

Kiel ist ein Dienstleistungsstandort. In diesem Sektor sind 78,5 % aller Bediensteten in Kiel beschäftigt, 21,4 % sind im produzierenden Gewerbe (sekundärer Sektor) beschäftigt und 0,2 % in der Landwirtschaft (primärer Sektor).

Kiel ist ein Standort von Werften. Ansonsten befinden sich in Kiel Maschinenfabriken und weitere Industrie, wie EDV-/Büromaschinenfertigung. Eine wirtschaftlich bedeutende Rolle spielt auch der Hafen, insbesondere die Fähr- und Kreuzschifffahrt.

Touristik

Wer eine Alternative zum Baden oder Faulenzen sucht, wird von Kiel begeistert sein: Eine gut durchlüftete Stadt, so pflegte ein früherer Oberbürgermeister seinen Gästen die Landeshauptstadt und alte Universitätsstadt vorzustellen. Genießen Sie diese Stadt mit ihrem Grün, den weißen Stränden, dem blauen Wasser, den Buchenwäldern und den vielen bunten Segeln. Wo gibt es schon eine so enge Symbiose einer lebendigen City mit See und Segeln, mit Hafen, Werften und Fährschiffen?

Am Kieler Hauptbahnhof gehen die Bereiche nahtlos ineinander über: Rechter Hand der Anfang (oder das Ende) der Kieler Förde, die "Hörn", links davon der "Sophienhof", Deutschlands größtes überdachtes Einkaufsviertel, der Anfangs- (oder End-) punkt einer lebendigen, abwechslungsreichen Shoppingmeile, mit zahlreichen Geschäften unterschiedlicher Art, Cafés, Bistros und Bars. Durch Deutschlands erste Fußgängerzone, der Holstenstraße, kann man zu Kiels Wahrzeichen bummeln, der Nikolaikirche am Alten Markt. Weiter durch die Dänische Straße mit ihren exclusiven Läden zum Warleberger Hof, Kiels ältestem erhaltenen Gebäude, das heute das Stadtmuseum beherbergt. In der Ferne sieht man den Oslokai, einen der großen Skandinavienterminals, von dem die schmucken Fährschiffe ihre Reisen in den hohen Norden starten. Weiter geht es am "Aquarium" vorbei, ein beliebter Anziehungspunkt für alle großen und kleinen Gäste, mit vielen, teilweise seltenen Seefischen, Robben und Seehunden, zum Olympiahafen von 1936, mit all seinen Segelyachten und Motorbooten. Nicht weit davon liegt eine weltberühmte Botschafterin Kiels am Hindenburgufer, das schneeweiße Segelschulschiff der Bundesmarine, die "Gorch Fock".

Hier haben wir Schiffahrt zum Anfassen, man spürt Salzgeschmack auf der Zunge, riecht den Teer, und wenn man am Nordostsee-Kanal die vielen Frachter, Passagierschiffe und Segelboote vorbeiziehen sieht, bekommt man schon mal richtiges Fernweh.

In einem der zahllosen gemütlichen Restaurants und Studentenkneipen mit Blick auf die Förde kann man sich dann mal richtig verwöhnen lassen mit all den Spezialitäten, die Kiel zu bieten hat. Wie wäre es z. B. mit "Kieler Sprotten", einer weltberühmten Delikatesse, die in den vielen Räuchereien über Buchenrauch gegart wird.

Höhepunkte ganz anderer Art bieten die großen Segelereignisse in Kiel: die "Kieler Woche" (immer die letzte Juniwoche), nicht nur segelsportliches Ereignis, sondern auch Volksfest, Kindervergnügen und Musikfestival, das "Baltic Match Race" sowie diverse andere Cup-Meisterschaften.