Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Damit ist Köln flächenmäßig nach Berlin, Hamburg und Wittstock/Dosse die viertgrößte Stadt Deutschlands. Köln liegt in der Kölner Bucht, wie die Tallandschaft zwischen den Stufen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge genannt wird. Diese günstige Lage verschafft Köln ein Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:
Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Die Innenstadt von Köln, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort Deutschlands, noch vor Freiburg im Breisgau.
Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 798 mm und liegen damit gut im Deutschlandmittel.
Nachbarstädte
Köln ist Zentrum eines Ballungsraums, der etwa 2 Millionen Einwohner umfasst. In dem geschlossenen Siedlungsraum grenzen folgende Städte im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, unmittelbar an das Stadtgebiet an. Leverkusen (kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen (Rhein-Kreis Neuss) und Monheim (Kreis Mettmann). Die Stadt Wesseling war zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet worden, erhielt aber nach einem Gerichtsentscheid bereits am 1.Juli 1976 ihre Selbständigkeit zurück.
Geschichte
Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ das „Oppidum Ubiorum“ (Ubiersiedlung) im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war es Statthaltersitz der Provinz Germania Inferior. Um 80 n. Chr. erhielt Köln mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Aus dem lateinischen „Colonia“, das in den meisten romanischen und einer größeren Zahl anderer Sprachen weiterhin als Name für Köln fungiert (bspw. ital. und span. Colonia, port. Colônia, kat. Colònia, poln. Kolonia, türk. Kolonya, arab. كولونيا /Kulunia) entwickelte sich über „Coellen“, „Cöllen“, „Cölln“ und „Cöln“ der heutige Name Köln (und der niederländische Name Keulen).
Mittelalter Auch im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging es anschließend im Reich Chlodwigs auf, bewahrte aber starke Eigenständigkeit im Gebiet der Ripuarier. Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Lauf des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zu einer vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Gegen Ende der Merowingerzeit war Köln Residenzstadt. Spätestens ab karolingischer Zeit war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im Reich. Unter den Ottonen spielte Köln eine wichtige Rolle bei der Annäherung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und dem Byzantinischen Reich, seit die Kaiserin Theophanu, gebürtige Griechin und Gattin Ottos II., dort als Reichsverweserin residierte. Ab dem 10. Jahrhundert setzte eine Serie von Stiftsgründungen ein, die den romanischen Kirchenbau einläuteten. In der Folge errang Köln unter der Führung bedeutender, auch politisch versierter Erzbischöfe einen unangefochtenen Rang als geistliches Zentrum. Die Überführung der Gebeine der „Heiligen drei Könige“ (siehe Dreikönigsschrein) von Mailand nach Köln durch den Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 machten die Stadt zu einem Pilgerziel ersten Ranges.
Größte Stadt im mittelalterlichen Deutschland Köln wurde im Hochmittelalter größte Stadt Deutschlands, so dass auch die Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten: Ab dem Jahre 1180 (Urkunden vom 27. Juli und 18. August 1180) wurde die damals weiträumigste Stadtmauer Deutschlands mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer gebaut und etwa 1225 fertig gestellt. Sie war gewaltiger als die fast zur gleichen Zeit errichtete Mauer König Philipp II. Augustus' in Paris. Die 12 Tore (7 gewaltige Doppelturmtorburgen (erhalten Eigelsteintor und Hahnentor, 3 riesige Turmtorburgen (erhalten das Severinstor) und zwei kleinere Doppelturmpforten (siehe Ulrepforte)) – in die halbkreisförmige Stadtmauer integriert – sollten an das „himmlische Jerusalem“ erinnern. Seit dem 12. Jahrhundert führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung „Sancta“ im Stadtnamen: „Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia“ — Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Der Name Dat hillige Coellen oder die hillige Stat van Coellen war ein Begriff dieser Zeit. Es wurde beschlossen, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, um den Reliquien einen angemessenen Rahmen zu geben. Die Grundsteinlegung des Kölner Domes erfolgte 1248.
Spätmittelalterliches Köln Im Jahre 1259 erhielt Köln das Stapelrecht, das den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht aller auf dem Rhein transportierten Waren sicherte und so zu dem Wohlstand der Kölner Bürgerschaft beitrug. Die jahrelangen Kämpfe der Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern endeten 1288 vorläufig durch die Schlacht bei Worringen, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und der Kölner Bürger unterlag. Fortan gehörte die Stadt nicht mehr zum Erzstift und der Erzbischof durfte sie nur noch zu religiösen Handlungen betreten. Die offizielle Erhebung zur freien Reichsstadt dauerte allerdings noch bis 1475. 1396 wird durch eine unblutige Revolution die Patrizierherrschaft in Köln endgültig beendet. An ihre Stelle tritt eine ständische Verfassung, die sich auf die Organisation der Gaffeln stützt. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung innerhalb des kölnischen Patriziats, bei dem die Partei der "Greifen" mit ihrem Führer Hilger Quattermart von der Partei der "Freunde" des Konstantin von Lyskirchen entmachtet wird. Hilger Quattermarts Verwandter Heinrich von Stave wird am 11. Januar 1396 auf dem Neumarkt hingerichtet, viele der "Greifen" werden zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt. Am 18. Juni 1396 versucht Konstantin von Lyskirchen, alte patrizische Rechte wiederherzustellen. Die dagegen protestierenden Handwerker- und Kaufleutezünfte werden von ihm "vom hohen Ross herab" nach Hause geschickt. Daraufhin nehmen die Zünfte die "Freunde" in ihrem Versammlungsraum gefangen. Die "Greifen" werden befreit. Am 24. Juni 1396 tritt ein 48-köpfiger, provisorischer Rat aus Kaufleuten, Grundbesitzern und Handwerkern zusammen. Der Stadtschreiber Gerlach von Hauwe formuliert daraufhin den so genannten Verbundbrief, der am 14. September 1396 von den 22 so genannten Gaffeln unterzeichnet und in Kraft gesetzt wird. Die Gaffeln sind heterogen zusammengesetzt, in ihnen sind die entmachteten Patrizier, Ämter, Zünfte und Einzelpersonen zusammengefasst, nicht aber die zahlrenmäßig sehr starke Geistlichkeit; jeder kölnische Bürger muss einer der Gaffeln beitreten. Der Verbundbrief konstituiert einen 49-köpfiger Rat, mit 36 Ratsherren aus den Gaffeln und 13 Gebrechtsherren, die berufen werden. Der Verbundbrief bleibt bis zum Ende der Freien Reichsstadt 1794 in Kraft.
Frühe Neuzeit Ab 1500 gehörte Köln zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. 1582 sagte der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg sich von der katholischen Kirche los und heiratete die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld. Er wurde von Papst Gregor XIII. exkommuniziert, und der verlässliche katholische Ernst von Bayern wurde zu seinem Nachfolger bestimmt - u.a. deshalb, weil ein protestantischer Kölner Erzbischof die katholische Mehrheit im Kurfürstenkollegium gekippt hätte. Es kam zum Kölner Krieg (auch Truchsessischer Krieg), der von 1583 bis 1588 dauerte und in dessen Verlauf Deutz, Bonn und Neuss verwüstet wurden. Der Krieg gab in seiner Zerstörungskraft einen Vorgeschmack der kommenden konfessionellen Auseinandersetzungen in Deutschland. Der Dreißigjährige Krieg ließ die Stadt unversehrt. Dies lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig.
Französische und preußische Herrschaft Mit dem Einzug der französischen Truppen 1794 während der Französischen Revolution endete die Geschichte des „Heiligen Köln“. Wie das gesamte linksrheinische Gebiet wurde die Stadt Bestandteil der französischen Republik Frankreich und 1798 in das Département de la Roer eingegliedert, dessen Hauptstadt Aachen war. Viele Kölner Bürger begrüßten die französischen Revolutionstruppen als Befreier, am Neumarkt wurde ein Freiheitsbaum errichtet. Die bis dahin benachteiligten Juden und protestantische Christen wurden gleichgestellt. Trotz der oft drückenden Kontributionen blieben die Bürger auch loyal zum Kaiserreich Napoleons, der die Stadt 1804 besuchte. Im Jahre 1815 wurde die Stadt Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen einverleibt. Köln wurde nicht zuletzt wegen des Engagements der Kölner Bankhäuser im Laufe der folgenden Jahrzehnte nach Berlin zur wichtigsten Stadt in Preußen. Im Jahre 1880 wurde nach 632 Jahren auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers der Bau des Kölner Doms abgeschlossen - zumindest vorübergehend, denn auch heute noch sind Reparaturarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg und wegen Umweltschäden am Gestein erforderlich. Weil diese Arbeiten wohl nie abgeschlossen werden, wird der Dom auch als „die ewige Baustelle“ bezeichnet, was Heinrich Heine schon 1844 persiflierte: Er ward nicht vollendet – und das ist gut. - Denn eben die Nichtvollendung - Macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft - Und protestantischer Sendung. Ende des 19. Jahrhunderts konnte sich die übervolle Stadt nach dem Bau des äußeren Festungsrings durch Kauf und Schleifen der Stadtmauer, Wälle und Bastionen in den Rayon erweitern. Die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt-Nord, Köln-Neustadt-Süd) stellte den Kontakt zu den schnell wachsenden Umlandgemeinden her und schuf die Voraussetzung für die Eingemeindungen. Vom Abriss der alten Stadtmauer blieben nur wenige exemplarische Bauwerke aufgrund einer Intervention des preußischen Kulturministeriums verschont.
20. Jahrhundert Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch britische (nachts) und amerikanische (tagsüber) Flächenbombardements zu über 90 Prozent zerstört; die Einwohnerzahl sank von ehemals 800.000 bis zum Kriegsende auf rund 104.000 Einwohner (42.000 linksrheinisch am 4. April 1945, 62.000 rechtsrheinisch am 5. Mai 1945; 490 000 bei der ersten Volkszählung nach dem Krieg am 29. Oktober 1946), die nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im April/Mai 1945 registriert wurden. Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1.800 in- und ausländische Widerstandskämpfer in Kriegsendphasenverbrechen von den Nationalsozialisten ermordet. Erst 1959 erlangte Köln wieder die Einwohnerzahl der Vorkriegszeit. Im Jahr 1975 erreichte Köln durch die Gebietsreform eine Einwohnerzahl von mehr als einer Million und war für einige Zeit neben Berlin, Hamburg und München die vierte Millionenstadt Deutschlands. Mit der Ausgliederung Wesselings 1976 sank die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze.
Wirtschaft
Köln ist ein großer Wirtschaftsstandort Deutschlands. Die Anbindung an den Rhein und die Nähe zum Ruhrgebiet bestimmen seit je her das wirtschaftliche Bild Kölns, aber auch andere Branchen sammeln sich hier. Einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten derzeit besonders die städtebaulichen Entwicklungsvorhaben. So wurde schon vor einigen Jahren der MediaPark mit 5000 Beschäftigen fertiggestellt. Zurzeit ist der Rheinauhafen das größte Bauprojekt der Stadt, der schon 2010 rund 10.000 Menschen Wohnraum und Arbeitsplatz bieten soll. Der Rheinauhafen ist eine alte Hafenanlage südlich der Kölner Altstadt, dessen Highlight die bereits fertiggestellte längste Tiefgarage Europas sowie drei kranförmige Hochhäuser bilden. In naher Zukunft entsteht zwischen der Messe und Deutzer Bahnhof ein neues Dienstleistungszentrum. Gleich nebenan werden die alten Rheinhallen in ein 160.000 Quadratmeter großes Bürogebäude umgebaut, in das im Jahr 2008 der Gerling-Konzern sowie der Fernsehsender RTL mit seinen Töchtern Super RTL, VOX und N-TV einziehen wird.
Die Wirtschaft in Köln ist geprägt durch die Lebensmittelindustrie, den Automobilbau, die Chemische Industrie und die Medien. Aber auch der tertiäre Sektor mit Forschung, Verwaltung, Messe, Versicherungen, Banken und den Zentralen von großen Industriebetrieben sind bedeutend in der und für die Stadt. Dazu kommt der Tourismus.
Infrastruktur
Schienenverkehr Der Kölner Hauptbahnhof ist die westliche Drehscheibe Deutschlands des internationalen Schienenfernverkehrs. Von hier führen Bahnlinien in alle Richtungen:Trier (Eifelstrecke), Aachen (Ausbaustrecke Köln–Aachen), Mönchengladbach Neuss über Bergheim (Erftbahn), Neuss – Krefeld über Dormagen (linksrheinisch), Düsseldorf – Ruhrgebiet (rechtsrheinisch), Wuppertal, Bergisch Gladbach, Marienheide (Aggertal-Bahn), Siegen (Siegstrecke), Frankfurt am Main (Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main), Troisdorf – Neuwied – Koblenz (Rechte Rheinstrecke), Bonn – Koblenz (Linke Rheinstrecke).
Luftverkehr Im Südosten des Stadtgebiets, im Stadtbezirk Porz, befindet sich der Flughafen Köln/Bonn. Er ist einer der umschlagsstärksten deutschen Frachtflughäfen (über 650.000 Tonnen im Jahr 2005), der Europa-Hub von UPS und das wichtigste Drehkreuz für Billigflieger (9,4 Mio. Passagiere 2005). Seit 1994 trägt er den Namen Konrad-Adenauer-Flughafen. Der Flughafen Köln/Bonn gehört mit den Flughäfen Leipzig/Halle und Nürnberg zu den deutschen Flughäfen ohne Nachtflugbeschränkung. Es werden 139 Flugziele in 38 Ländern angeboten. Straßenverkehr Der Straßenverkehr in Köln ist von hoher Bedeutung. Die wichtigsten Fernverkehrsstraßen bilden die Autobahnen 3 und 4, die im Osten Kölns den Kölner Autobahnring bilden. Hier wurde die zweithöchste Verkehrsdichte, nach dem Autobahndreieck Funkturm in Berlin gemessen. Eine weitere wichtige Verkehrsader ist die Autobahn 1, die im Westen von Köln im Kölner Ring verläuft. Im Süden von Köln bildet die Autobahn 59 ein Teil der Flughafenautobahn, die über den Flughafen Köln/Bonn verläuft. Neben den Autobahnen bilden Bundesstraßen in Köln die so genannten Inneren Ringe. Trotz der guten Verkehrsanbindungen bilden sich besonders im Kölner Osten, viele Verkehrsstauungen. Hier befindet sich eine Großbaustelle auf der Autobahn 3. Eine weitere wichtige Autobahn ist die Autobahn 57, die von der Kölner Stadtmitte über Neuss nach Krefeld verläuft.
Schiffsverkehr In Köln gibt es mehrere Rheinfähren, deren Bedeutung durch Brücken zwar stark zurückging, die aber nach wie vor nicht nur touristische Bedeutung haben. Die weiße Flotte der KD (Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgesellschaft) befördert Personen auf dem gesamten Rhein und in geringem Umfang auch anderswo. Für den Güterverkehr auf dem Rhein war Köln durch das Stapelrecht im gesamten Mittelalter Drehkreuz zwischen den „niederen Landen“ und dem höher gelegenen Deutschland. Köln hat zahlreiche Häfen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg ging die Bedeutung der Innenstadthäfen allmählich zurück, wurden aber zugleich mit der Stadterweiterung im Norden umfangreiche neue Hafenanlagen möglich.
Nahverkehr Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen S-Bahn-Linien, die Stadtbahn- und Buslinien der Kölner Verkehrs-Betriebe sowie Buslinien anderer Verkehrsgesellschaften. Alle Verkehrsmittel in Köln sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) benutzbar. Dieser ist mit dem benachbarten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr verzahnt. Rund 1200 Kölner Taxis stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Eine Besonderheit ist die Rheinseilbahn, die einzige in Betrieb befindliche Seilbahn zur Überquerung eines Flusses in Deutschland. Angelegt wurde sie anlässlich der Bundesgartenschau 1957, damals noch ohne die später „daruntergebaute“ Zoobrücke (Stadtautobahn).
Die lange Tradition einer freien Reichsstadt, die lange ausschließlich katholisch geprägte Bevölkerung und der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Kirche und Bürgertum (und innerhalb dessen zwischen Patriziern und Handwerkern) hat in Köln ein eigenes politisches Klima erzeugt, das noch heute spürbar ist. Verschiedene Interessengruppen formieren sich häufig aufgrund gesellschaftlicher Sozialisation und daher über Parteigrenzen hinweg. Das daraus entstandene Beziehungsgeflecht, das Politik, Wirtschaft und Kultur untereinander in einem System gegenseitiger Gefälligkeiten, Verpflichtungen und Abhängigkeiten verbindet, wird auch Kölner Klüngel genannt. Dieser hat häufig zu einer ungewöhnlichen Proporzverteilung in der Stadtverwaltung geführt und artete bisweilen in handfeste Korruption aus: Der 1999 aufgedeckte „Müllskandal“ über Bestechungsgelder und unzulässige Parteispenden brachte nicht nur den Unternehmer Hellmut Trienekens in Haft, sondern ließ fast das gesamte Führungspersonal der großen Parteien stürzen. War die Stadt aufgrund ihrer katholischen Tradition in Kaiserreich und Weimarer Republik fest dem Zentrum verbunden, wechselte bald nach dem Krieg die politische Mehrheit von der CDU zur SPD. Diese regierte über 40 Jahre lang, teilweise mit absoluter Ratsmehrheit. Aufgrund liberaler Traditionen war Köln auch immer eine Hochburg der FDP, wegen ihres toleranten gesellschaftlichen Klimas auch der Grünen. Beide Parteien machen – mit wechselndem Erfolg – den Volksparteien zunehmend die Mehrheiten streitig.
Rat der Stadt Köln Im Kölner Stadtrat sitzen 90 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gewählte Oberbürgermeister hat Stimmrecht und leitet die Sitzungen. Derzeit sitzen im Kölner Rat die CDU (29 Mitglieder), SPD (28 Mitglieder), Die Grünen (15 Mitglieder), FDP (7 Mitglieder), die Bürgerbewegung pro Köln (4 Mitglieder), die PDS (3 Mitglieder), das Kölner Bürger Bündnis (1 Mitglied), REP (1 Mitglied), die Liste „gemeinsam gegen Sozialraub“ (1 Mitglied, das inzwischen der WASG beigetreten ist) sowie eine Einzelmandatsträgerin (ehemals Mitglied des Kölner Bürger Bündnis). Die Mitglieder von PDS und das Mitglied von „gemeinsam gegen Sozialraub“/WASG schlossen sich Ende November 2005 zur Fraktion DieLinke.Köln (jetzt 4 Mitglieder) zusammen. Das Ratsmitglied der Republikaner hat sich der Fraktion der rechtsextremen Bürgerbewegung pro Köln (jetzt 5 Mitglieder) angeschlossen. Der Rat besitzt 19 Ausschüsse, eine Seniorenvertretung und einen Ausländerbeirat.
Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hat seit seiner Wahl im Jahr 2000 mit bisher vier verschiedenen Ratsmehrheiten kooperieren müssen: Nachdem die schwarz-gelbe Koalition an Sachfragen scheiterte, arbeitete die CDU-Fraktion bis zur Kommunalwahl 2004 mit den Grünen zusammen. Durch die neuen Mehrheitsverhältnisse (die CDU verlor über 12 Prozentpunkte) konnte dieses Ratsbündnis nicht fortgeführt werden, so dass sich eine große Koalition bildete. Ende 2005 scheiterte diese an einer nachrangigen Personalfrage, so dass seitdem SPD und Grüne zusammenarbeiten. Sie sind darauf angewiesen, dass fehlende Stimmen zu einer rot-grünen Ratsmehrheit je nach Beschluss von anderen Ratsmitgliedern abgegeben werden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im Mittelalter wurde Köln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigem künstlerischen und edukativen Zentrum. Der Kölner Dom ist die größte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt den Dreikönigsschrein, in dem die angeblichen Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der Kölner Dom - 1996 zum Weltkulturerbe erklärt - ist das Hauptwahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. Köln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Heute ist Köln auch eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien, Kunstmessen sowie lebendigen Kunst- und Musikszenen. Darüber hinaus gilt Köln als eine Hochburg der Homosexuellen-Szene. In Köln findet mit der Parade zum Christopher Street Day, Höhepunkt des jährlichen „Cologne Pride“, am jeweils ersten Sonntag im Juli Deutschlands größte Veranstaltung von Schwulen und Lesben statt.
Theater In Köln sind zahlreiche Theater ansässig. Die Stadt ist Träger der „Bühnen der Stadt Köln“ mit Schauspielhaus und Oper Köln. Weitere bekannte Bühnen sind: Arkadaş Theater, Artheater, Atelier-Theater, Café Duddel bzw. Solana Theater, Casamax-Theater, Cassiopeia Theater, Comedia, Drama Köln, Freies Werkstatt-Theater, Gloria-Theater, Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln), Horizont-Theater, Kölner Künstler-Theater, Klüngelpütz Kabarett-Theater, Musical Dome, Piccolo-Theater, Puppentheater Lapislazuli, Senftöpfchen-Theater, Studiobühne Köln, Theater am Dom, Theater am Sachsenring, theater Der Keller, das Theater im Bauturm, Theater im Hof, Theater Tiefrot, Theaterhaus Köln und das Volkstheater Millowitsch.
Musik In Köln ist eine ganze Reihe renommierter Sinfonie- und Kammerorchester zu Hause. Das Gürzenich-Orchester wurde 1857 anlässlich der Einweihung des gleichnamigen Kölner Konzertsaals als Nachfolgeorganisation der „Musikalischen Gesellschaft“ gegründet. Seit 1888 ist die Stadt Träger des Orchesters. Es spielt in der Oper Köln und gibt auch zahlreiche Konzerte, zum Beispiel in der Kölner Philharmonie. Bekannte Musikdirektoren des Orchesters waren Conradin Kreutzer, Hermann Abendroth und Günter Wand. Seit 2003 wird das Gürzenich-Orchester von Markus Stenz geleitet. Das zweite berühmte Sinfonieorchester ist das WDR-Sinfonie-Orchester. Dieses Orchester wurde 1945 als Nachfolgeeinrichtung des 1926 gegründeten Orchesters des Reichssenders Köln gegründet. An Kammerorchestern, teilweise mit hochspezialisiertem Repertoire und internationalem Renommee (Alte Musik), sind zu nennen: Camerata Köln (gegründet 1976), Capella Clementina (gegründet 1964 als Kölner Kammerorchester), Cappella Coloniensis (in Trägerschaft des WDR), Collegium Aureum (gegründet 1964), Concerto Köln (gegründet 1985) und Musica Antiqua Köln (gegründet 1973). Köln verfügt über eine für eine Stadt dieser Größe überproportional reichhaltige Chorszene. Über ein Dutzend Konzertchöre sind im Arbeitskreis Kölner Chöre organisiert, einer bundesweit einmaligen Lobbyorganisation. Eine Auswahl: Der Philharmonische Chor Köln, gegründet 1947 von Philipp Röhl, die Kartäuserkantorei Köln und der Kölner Kammerchor, beide gegründet 1970 von Peter Neumann, der Kölner Rundfunkchor, gegründet 1955, die Kölner Kantorei, gegründet 1968 von Volker Hempfling, der Chor des Bach-Vereins Köln, gegründet 1931 von Heinrich Boell sowie der Chorus Musicus Köln, gegründet 1985 von Christoph Spering. Rund um den Kölner Dom existiert die Kölner Dommusik, bestehend aus vier Chören (Kölner Domchor (Knabenchor), der Mädchenchor am Kölner Dom, die Domkantorei Köln, das Vokalensemble Kölner Dom). Der Domchor wurde 1863 wiedergegründet. Der Kölner Männer-Gesang-Verein mit seinen rund 190 aktiven Sängern ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Hochschule für Musik Köln als Europas größte Musikhochschule trägt zum musikalischen Leben der Stadt erheblich bei. Für Kinder und Jugendlich bietet die Rheinische Musikschule an mehreren Standorten in Köln flächendeckend Musikunterricht an. Eine wichtige Spielstätte für Musik ist die Kölner Philharmonie mit einem breiten Spektrum von klassischer Musik über Musik der Gegenwart bis hin zu Jazz und populärer Musik. Die Kölnarena, das E-Werk in Köln-Mülheim, das Palladium und die Live Music Hall sind neben dem Tanzbrunnen im Rheinpark (Freilichtbühne) weitere vielbesuchte Veranstaltungsorte. In den Sendesälen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Deutschlandfunks finden außerdem regelmäßig Konzerte statt. Der WDR unterhält nicht nur das oben erwähnte Sinfonieorchester, sondern auch eine Big Band, die als eine der besten Big Bands Europas gilt. Das Jazzhaus im Stadtgarten hat ein reichhaltiges Programm aller Spielarten des Jazz. Und selbst im alten Ballsaal des mittelalterlichen Köln, dem Gürzenich, wird noch Musik aufgeführt. Eine feste Größe in Köln ist die durch den Karneval geprägte Volksmusik. Dabei ist Volksmusik nur bedingt in Anlehnung an allgemeine Volksmusik zu sehen. Sie wird fast durchgängig in Mundart gesungen, also in Kölsch. Dabei variieren die Stilrichtungen von Schlager über Pop und Rock. Es gibt in Deutschland vermutlich keine zweite Region, die jährlich so viele regionale Lieder hervorbringt, und kaum eine andere Stadt, die häufiger besungen wird. Dabei handelt es sich nicht immer nur um Karnevalslieder. Einige Gruppen halten sich eher zum Karneval distanziert, andere betätigen sich nur teilweise in diesem Feld. In jüngerer Vergangenheit hat sich auch eine A-cappella-Szene gebildet. Einige Größen, die sich um die Kölner Musikszene verdient gemacht haben, waren in der Vergangenheit zum Beispiel Willi Ostermann und Willy Schneider und sind gegenwärtig beispielsweise die Bläck Fööss, die Höhner, BAP, Brings, Wise Guys usw. Daneben war Köln auch Heimatort der 1968 in Köln gegründeten Rockband Can, die im Laufe der 70er Jahre zur international einflussreichsten deutschen Rockband werden sollte.
Museen Unter den zahlreichen Kölner Museen mit hochkarätigen Sammlungen sind das Museum Ludwig (Moderne und Gegenwartskunst), das Wallraf-Richartz-Museum (Kunst des Mittelalters bis 19. Jahrhundert) sowie das Römisch-Germanische Museum (Kunst-, Schmuck und Alltagsgegenständen aus der römischen und merowingischen Epoche) hervorzuheben. Weitere Museen und Ausstellungsinstitute in Köln: *Agfa-Photo-Historama (Historische Fotografie) *Ausstellungsraum Jawne, Ausstellung über das ehemalige jüdische Gymnasium Kölns *Deutsches Sport & Olympia Museum *Domschatzkammer *Köln Duftmuseum im Farina-Haus, Geburtshaus des Eau de Cologne *Erzbischöfliches Diözesanmuseum *Geldgeschichtliches Museum *Haus der Jüdischen Geschichte (in Planung auf dem Platz vor dem Historischen *Rathaus) Imhoff-Schokoladenmuseum *Käthe Kollwitz Museum *Karnevalsmuseum *KünstlerMuseum Beckers°Böll im Kunsthaus Rhenania *Kölner Festungsmuseum
Zoo Der Kölner Zoo wurde 1859 erbaut und beherbergt zirka 7000 Tiere, mit 700 Tierarten. Er ist in den Jahren 2006 und 2007 für den hohen Anteil an neu geborenen Elefanten bekannt gewesen. Das Heim der Elefanten, ist der durch unter anderem privat gesponsorten Elfantenpark. Er wurde 2005 erbaut und konnte durch einen hohen Anteil privater Sponsoren gebaut werden. Die Größe des Parkes beträgt zirka 2 Hektar. Der Bau des Elefantenparkes hat nach gerundeten Werten über 15 Millionen Euro gekostet. Neben dem Elefantenpark hat der Kölner Zoo mehrere Tierhäuser.
Architektur Die Altstadt Kölns und angrenzende Bereiche wurden durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zu 80 % zerstört. Beim Wiederaufbau wurden zwar der Straßenverlauf und die historischen Straßennamen häufig beibehalten, die Bebauung erfolgte jedoch in der Regel im Stil der 50er Jahre. Somit sind weite Teile der Stadt von Nachkriegsarchitektur geprägt; dazwischen befinden sich einzelne Bauten, die erhalten geblieben oder aufgrund ihrer Bedeutung rekonstruiert worden sind.
Medien
Köln ist neben Berlin, Hamburg und München mit etwa 30.000 bis 40.000 Beschäftigten in diesem Bereich einer der größten und wichtigsten Medienstandorte in Deutschland. Die Medienlandschaft ist vielseitig; neben den großen Unternehmen und Anstalten der TV- und Hörfunkproduktion und den großen Verlagshäusern hat sich in Köln eine sehr differenzierte Zulieferindustrie entwickelt, die von Agenturen über Produktionsfirmen bis zu technischen Ausstattern ein breites Spektrum umfasst.
Rundfunk Allein der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beschäftigt in Köln, wo er seinen Hauptsitz hat, 3.500 Mitarbeiter und betreibt neben dem WDR Fernsehen fünf Hörfunkprogramme. Auch der Deutschlandfunk hat als öffentlich-rechtlicher Sender hier seinen Sitz, bis zu ihrem Umzug nach Bonn im Jahre 2003 außerdem die Deutsche Welle. Die zur RTL Group gehörenden privaten Fernsehsender RTL Television, Super RTL, VOX und n-tv haben ihren gemeinsamen Hauptsitz in die Rheinhallen im Kölner Stadtzentrum verlegt. Seit Oktober 2005 berichtet der Fernsehsender Center.TV täglich ausschließlich über das Geschehen in und um Köln. Der Hörfunk ist in Köln neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch mit der lokalen Welle Radio Köln vertreten; diverse kleinere Radiosender, Musikvertriebe und kleinere Plattenlabel sind in Köln ansässig. In Köln hat zudem die Gebühreneinzugszentrale GEZ ihren Sitz.
Printmedien Köln verfügt mit dem Verlag M. DuMont Schauberg über ein Zeitungshaus von deutschlandweiter Bedeutung: Sowohl der Kölner Stadt-Anzeiger als auch die Kölnische Rundschau, deren gemeinsames Verbreitungsgebiet neben Köln und dem unmittelbaren Umland bis weit in Eifel und Bergisches Land ausgreift, erscheinen hier. Das im selben Hause produzierte Boulevardblatt Express wird mit Millionenauflage noch weit darüber hinaus verbreitet. Als in Köln erscheinende Printmedien sind außerdem die monatlich erscheinenden Zeitschriften StadtRevue und Kölner zu nennen. Der Taschen-Verlag ist als international operierender Buchverlag mit thematischen Schwerpunkten in Kunst, Architektur und Erotik bekannt.
Einrichtungen und Standorte Wichtige Medien-Einrichtungen in Köln sind beispielsweise die Kunsthochschule für Medien Köln, die Internationale Filmschule Köln und die GAG Academy für Nachwuchs-Comedians. Das Land Nordrhein-Westfalen betreibt außerdem eine Filmförderung. Besonders im Belgischen Viertel sind viele kleine Filmproduktionsfirmen angesiedelt, die meist allerdings nicht selbst drehen, sondern größere Filmproduktionsfirmen mit einzelnen Dienstleistungen und technischer Ausstattung unterstützen. Medienstandorte sind in Köln über das ganze Stadtgebiet verteilt. Innerstädtisch gelegen ist neben den Hauptsitzen der großen Sender auch der Media Park am Hansaring, der 1999 auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs errichtet wurde. In den modernen Gebäuden im Media Park, darunter der 148 Meter hohe KölnTurm, sind etwa 250 Firmen mit etwa 5.000 Beschäftigten angesiedelt, von denen gut 60 % im Medien- und Kommunikationsbereich tätig sind. Flächenverbrauchende Studios und Filmproduktionsstätten dagegen liegen an der Peripherie, wie etwa die WDR-Studiogelände in Bocklemünd oder das Medienzentrum Mülheim. Auf Teilen eines ehemaligen Fabrikgeländes haben sich dort rund um die große Veranstaltungshalle E-Werk viele Künstler und Agenturen angesiedelt. Auch einige TV-Studios sind dort zu finden, in denen u. a. für Sat.1 und ProSieben produziert wird. Außerdem befindet sich im Nordwesten der Stadt (auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Butzweilerhof) das Coloneum, Europas größter Studiokomplex mit einer Fläche von 35 ha und 20 Studios mit bis zu 30 Meter Deckenhöhe. Im Südwesten der Stadt zwischen Köln und Hürth wurden große Studiokomplexe für Nobeo und MMC errichtet, in denen viele Shows für RTL und Sat.1 produziert werden.
Nachtleben
Vor allem am Wochenende tummeln sich in der Innenstadt Einheimische und Touristen, Jugendliche und Studenten in zahlreichen Diskotheken, Nachtclubs, Bars und Lounges, die jeden Geschmack und Geldbeutel abdecken dürften. Hauptanlaufpunkte sind dabei die Altstadt, das Kwartier Latäng (das Kölner Studentenviertel) um die Zülpicher und die Luxemburger Straße, das Friesenviertel in der Nähe des Friesenplatzes, sowie die Südstadt am Chlodwigplatz und der Alteburger Straße.